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    Geschichte

    Die Neubaugasse

    Die Neubaugasse selbst entstand nach der ersten Türkenbelagerung im Jahre 1550. Damals verlief sie als Lange Gasse zunächst einmal nur bis zur Burggasse. Als dann 1770 die ersten Häuser entlang der Straße errichtet wurden, erhielt sie den Namen Neubau Hauptstraße.

    Nach der Verlängerung bis zur Lerchenfelder Straße wurde sie dann 1862 in Neubaugasse umgetauft. Verkehrsmäßig erschlossen wurde die Neubaugasse mittels einer Pferdeomnibuslinie. 1900 fuhr erstmals die elektrische Straßenbahn in der Neubaugasse. Ab 1907, dem Jahr der Einführung von Ziffern- und Buchstabensignalen, verkehrten zunächst 3er-Wagen vom Südbahnhof zum Nordwestbahnhof. Von 1913 bis 1945 teilten sich die Linien 3 und 13 die Neubaugasse, danach gab es nur mehr den 13er bis 1961.

    In der Neubaugasse kann man in erster Linie Häuser aus der Gründerzeit entdecken und solche die in der Secession entstanden sind. Bekannte Persönlichkeiten, die in der Neubaugasse geboren wurden oder lebten sind unter anderem der berühmte Wiener Komponist Michael Ziehrer, der Bildhauer Franz Steinfeld, der Wiener Geschichtsschreiber Anton Ferdinand Reichsritter von Geusau, sowie Paul Fürst Esterhazy de Galantha, der sich 1685 eine Sommerresidenz hier errichten ließ.

    Der 7. Gemeindebezirk

    Neubau ist der 7. Wiener Gemeindebezirk und entstand 1850 aus den Vorstädten Neubau (1315 als Neustift erwähnt, 1632 als Neubau), St. Ulrich (1202 als Zeismannsbrunn erwähnt, 1302 als St. Ulrich), Spittelberg (ab 1675 als "Krowatendörfel" entstanden) und Schottenfeld sowie Lerchenfeld.

    Der Bezirk erlebte mit dem Bau von Band- und Seidenfabriken im 18. Jahrhundert einen starken Aufschwung und wurde danach dicht verbaut. Die teilweise noch erhaltenen Alt-Wiener Vorstadtgassen und -häuser charakterisieren Neubau ebenso wie die Konzentration von Kleingewerbe und Handel. In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts entstanden in Neubau auch viele Verleihgesellschaften und Betriebe, die in Zusammenhang mit der Filmindustrie standen. Man sprach damals auch vom "Filmbezirk" Neubau. Früher gab es hier 12 Kinos.

    Streifzug durch die Geschichte des Bezirks

    Im Verlag Dr. Peter Standenat ist ein kleiner Bildband entstanden, der auf den "Kultstatus" der 13er Strecke und damit auf die Verkehrsgeschichte unserer Neubaugasse eingeht. Erstmals können Sie diesen Bildband als ePaper online ansehen...

    Klicken Sie auf das Bild an der rechten Seite. Aufgrund der Datenmenge (ca. 10MB) kann es beim Laden zu geringen Wartezeiten kommen.

    ePaper 2013/04

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